Passa Checkup

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Gelegentlich mögen wir eine medizinische Untersuchung durchführen lassen, um unseren aktuellen Gesundheitszustand zu überprüfen und herauszufinden, ob wir Änderungen in unserem Leben vornehmen müssen, um unsere Gesundheit zu verbessern oder zu erhalten.

Zu dieser Zeit des Jahres unterziehen wir uns einer geistlichen Untersuchung, um zu sehen, wie es um unsere geistliche Gesundheit bestellt ist. Wir sollten wissen, was wir tun müssen, um geistlich gesund zu bleiben oder zu werden. Wir sind angewiesen, uns selbst zu prüfen, bevor wir an der Passaversammlung teilnehmen. Es geht nicht darum, von jemand anderem untersucht zu werden, sondern, dass wir uns selbst einer Prüfung unterziehen.

Erinnern wir uns an unsere Taufe: Wir haben bereut und mit der Taufe wurden uns unsere Sünden vergeben, und wir wurden für rein erklärt. Mit der Zeit jedoch neigen wir dazu, hin und wieder zu sündigen. Und so geschieht es jedes Jahr zur Passazeit, dass unsere Füße gewaschen werden, um sie zu reinigen, nachdem wir seit dem letzten Passa ein Jahr lang unterwegs waren.

Im Laufe des Jahres sammeln wir Schmutz an oder begehen Sünden, und wir müssen dies erkennen und eine symbolische Reinigung vornehmen.

Was sind einige der Bereiche, die wir berücksichtigen sollten? Wir sollen Gott mit unserem Leib verherrlichen (1.Korinther 6,19-20; Elberfelder Bibel), also betrachten wir einmal die verschiedenen Körperteile und überlegen wir, wie wir jeden Teil in einer Weise gebrauchen können, die Gott verherrlicht. Denken wir an unsere Augen, unsere Ohren, unseren Mund, unseren Verstand, unser Herz, unsere Hände und unsere Füße.

Beginnen wir mit unseren Augen: Wie gebrauchen wir sie? Bis zu 80% unseres Wissens nehmen wir über unsere Augen auf, und somit sind sie einer der Wege, durch den wir die Wahrheit erkennen. In dieser Welt hat Satan die überwiegende Mehrheit geblendet, sodass sie die Wahrheit nicht erkennen können. Und wenn wir uns ansehen, was die Welt zu bieten hat, so ist gewalttätige und pornografische Unterhaltung weit verbreitet.

Werbung wird eingesetzt, um die Lust der Augen anzusprechen, wie Johannes es in 1.Johannes 2,16 erwähnt. Produkte oder Aktivitäten werden so in der Werbung angeboten, dass sie in uns den Wunsch wecken, sie zu besitzen. Dinge, die wir uns vielleicht nicht leisten können oder gar nicht brauchen, werden sehr ansprechend dargestellt.

David erwähnte in den Psalmen, dass er mit seinen Augen nicht auf Schändliches blicken würde (Psalm 101,3; Schlachterbibel). Und dass seine Augen immer auf den Herrn gerichtet waren.

Ich bin sicher, Sie kennen den Ausdruck: „Verführt dich aber dein rechtes Auge zur Sünde, so reiß es aus und wirf es weg von Dir.“ Das ist zwar ein figuratives Bild, aber die Bedeutung ist, dass man nicht auf Dinge schauen soll, die einen zur Sünde verleiten.

Wir können auf viele richtige Dinge blicken, andere mit Mitgefühl betrachten, im Wort Gottes auf Anweisungen für ein rechtschaffenes Leben sehen und auf Ereignisse schauen, die das Ende dieser Welt und das kommende Reich Gottes anzeigen. All dies sind positive Dinge, auf die wir unser Auge richten können.

Wie steht es um unsere Ohren? Hören wir bereitwillig auf Klatsch und Tratsch, wenn jemand den Ruf eines anderen zerstört? Wenn wir etwas hören, dann müssen wir es sorgfältig prüfen, um zu sehen, ob es wirklich wahr ist. Vieles von dem, was wir heute hören, ist Propaganda, die uns dazu bringen soll, Unwahrheiten zu glauben, als wären sie die Wahrheit.

Und doch gibt es viele Dinge, die wir hören sollten. Wir sollten gewiss auf Gottes Unterweisung und Zurechtweisung hören, die persönlich oder allgemein in Predigten gegeben werden können.

Etwas unterhalb von Augen und Ohren befindet sich der Mund. Durch unseren Mund werden wir ernährt und können mit anderen kommunizieren—beides wichtige und erfreuliche Aktivitäten. Obwohl das Reich Gottes mehr ist als nur Essen und Trinken, müssen wir uns dennoch um unseren Leib kümmern, indem wir das essen und trinken, was gut für ihn ist.

In Jesaja 55,2 steht eine Warnung: „Warum wollt ihr Geld für das zahlen, was kein Brot ist, und euren sauren Verdienst für etwas, das nicht zur Sättigung dient? Hört doch auf mich, so sollt ihr Gutes zu essen haben, und laben soll sich eure Seele an fetter Speise!“ (Menge Bibel). Auf Gottes Wahrheit zu hören ist geistliche Nahrung, die ewigen Bestand hat.

Wir sollten ebenfalls lernen, unsere Zunge richtig zu gebrauchen. Wir können sie dazu verwenden, andere aufzubauen und zu ermutigen. Wir können diejenigen trösten, die leiden. Es gibt viele richtige und wahre Dinge zu sagen, aber mit unserem Mund ist es sehr einfach, negative Dinge über andere zu sagen, der Urheber von Klatsch zu sein oder Gerüchte zu verbreiten. Selbst zu viel zu reden kann leicht zur Sünde führen. Denken Sie daran, was König Salomo in Sprüche 10,19 sagte: „Wo viel Worte sind, da geht’s ohne Sünde nicht ab; wer aber seine Lippen im Zaum hält, ist klug.“

Wir sollten Gottes Hilfe suchen, damit wir unsere Zunge dazu nutzen können, zu informieren und zu ermutigen und manchmal sogar auf die richtige Art und Weise zu korrigieren. Es gibt eine richtige Zeit und eine richtige Art zu sprechen. Ein Wort, geredet zu rechter Zeit, ist wie goldene Äpfel auf silbernen Schalen.

Der nächste Teil, den es zu berücksichtigen gilt, ist unser Verstand. Er bestimmt unser Handeln und sollte durch das Studium und die Anwendung von Gottes Wahrheit und Gesetzen geformt werden, um Gottes Geist in unserem Leben widerzuspiegeln. Dies wird in Philipper 2,5 erwähnt: „Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie Jesus Christus auch war“ (neue Lutherbibel 2009).

Was ist mit unserem Herzen? In der Bibel stellt das Herz die Quelle unserer Gesinnungen dar. Christus sagte, dass wir durch das, was aus unserem Herzen kommt, verunreinigt werden können. In Markus 7,20-23 heißt es: „Und er sprach: Was aus dem Menschen herauskommt, das macht den Menschen unrein; denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen heraus böse Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Missgunst, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. Alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und machen den Menschen unrein.“

Sie erinnern sich sicherlich daran, dass es heißt: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen.“ Uns wird auch gesagt, dass wir einander innig von Herzen lieben sollen (1.Petrus 1,22; Menge Bibel). In Epheser 4,32 lesen wir: „Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.“ Unser Herz muss also vor Gott rein sein.

Wie steht es mit unseren Händen und Füßen? Unsere Hände können für viele Zwecke eingesetzt werden und es gibt einen interessanten Vers, der uns einen Rat gibt. In Sprüche 10,4 lesen wir: „Eine nachlässige Hand macht arm, aber eine fleißige Hand macht reich“ (Schlachterbibel). Wie es im vierten Gebot heißt, sollen wir sechs Tage lang arbeiten und all unsere Arbeit tun. Gott will also, dass wir arbeiten und nicht faul sind.

Unsere Füße sind das Mittel, mit dem wir den Weg des Lebens beschreiten. Wir können auf dem breiten und leichten Weg gehen, der zur Verdammnis führt, oder wir können auf dem schmalen Weg wandeln, der zum Leben führt. Wir müssen zu den wenigen gehören, die auf diesem schmalen Weg gehen, der zum ewigen Leben führt.

Weil das Passa in wenigen Wochen stattfindet, sollten wir uns selbst überprüfen, wie bei einer periodischen medizinischen Ganzkörperuntersuchung, an alle Teile unseres Körpers denken und daran, was jeder Teil leistet. Überlegen Sie, in welche Sünde uns jeder Teil verwickeln kann, und prüfen Sie, wo wir etwas an der Art und Weise ändern sollten, wie wir jeden Teil unseres Lerbes nutzen.

Leider gebrauchen wir auf unserem Lebensweg manchmal Teile unseres Körpers auf eine nicht angemessene Weise und benötigen ein weiteres Passa, um daran erinnert zu werden, dass wir uns wieder von der Sünde reinigen müssen. Aber denken Sie daran, dass wir Gott in unserem Leib verherrlichen sollen. Und das schließt jedes Körperteil mit ein, nicht nur einige Teile. Und wenn wir uns dieser Selbstprüfung unterzogen haben, dann können wir das Passa in würdiger Weise nehmen, die Gott wohlgefällig ist.

Ursprüngliche Übersetzung: Daniel Blasinger

Kirche des Ewigen Gottes
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